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Familienalltag

Tücken der Technik in Chaos-Woche 1

Woche 1 ist vorbei. Gott sei Dank! Wie erwartet war sie ziemlich anstrengend, aber ein paar Dinge liefen auch ganz gut. Ich arbeite nicht mehr in der Küche sondern an einem kleinen Schreibtisch im Schlafzimmer. Eine große Verbesserung, denn es laufen nicht ständig Familienmitglieder auf der Suche nach Nahrung zum Kühlschrank, während ich tippe. Außerdem habe ich meine tägliche Arbeitszeit von vormittags auf nachmittags verlegt. Erstens weil Homeoffice und Homeschooling parallel überhaupt nicht funktioniert und zweitens weil ständig alle Geräte besetzt sind.


Chaos in Zahlen:

  • zu Hause zu beschulende Kinder: 3
  • zu Hause zu bespaßende Kindergartenkinder: 1
  • Arbeiten im Homeoffice: 20 Stunden (aktuell 15, denn ich habe vorausschauend 3 Montage hintereinander Urlaub genommen)
  • technische Probleme: 2-3 am Tag
  • zwischen 60 und 100 Rufe nach „Mamaaaa!“ täglich
  • Lärmpegel: enorm
  • Akkustand Nervenkostüm 15 Prozent

Englisch-Konferenz mit Hindernissen

Die Quote der Videokonferenzen hat im Vergleich zum Vorjahres-Homeschooling deutlich zugenommen. Nicht selten hatten meine Kids in der letzten Woche parallele Konferenzen und rannten dann schreiend durch die Wohnung. „Ich brauche sofort ein I-Pad! Schnell! Englisch fängt gleich an!“ Bei besagtem Englisch-Termin hielt ich mich ein paar Minuten im Hintergrund auf, um sicher zu gehen, dass Kind 1 nicht wieder den Mikrofon-Button mit dem Button „Konferenz verlassen“ verwechselt. Die Lehrerin hatte Probleme mit ihrer Verbindung und die Kinder tauschten sich minutenlang über die neusten Online-Games aus. Letztlich schrumpften 45 Minuten Konferenz-Zeit auf 30 Minuten zusammen. Miss Sowieso gab irgendwann entnervt auf und wählte sich mit ihrem Smartphone ein.  

Online eine Höhle bauen

Auf der anderen Seite können Tablets und Co auch ein Segen sein. Und eine Möglichkeit, mit seinen Lieben in Kontakt zu bleiben. Tanjas Tochter etwa baute via Video-Verbindung mit ihrer Oma eine Höhle. Die Oma durfte sogar mit in die Höhle kommen – virtuell versteht sich.

Wir haben jetzt jedenfalls technisch aufgerüstet. Um weiteren Geräte-Engpässen entgegenzuwirken. Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln für Woche 2.

Mutter von Vieren und brennt als solche für Familienthemen, schreibt gern, arbeitet im Online-Marketing, ist Multitasking-geübt, mag Sci-Fi, hasst Rosenkohl, ist beim FamilienHaus Unterföhring e.V. ehrenamtlich engagiert, aufgewachsen in Nordhessen, beheimatet im schönen Unterföhring in Bayern.

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