Familienalltag

Urlaub mit Kindern – Teil 2 und das Fazit

Wir sind zurück. Mit vielen Eindrücken und Erfahrungen und mit der Erkenntnis, dass Kroatien (oder genauer gesagt Istrien) wirklich wunderschön ist. Ich wurde bislang zweimal gefragt, ob ich denn jetzt „gut erholt“ sei. Darauf habe ich wie folgt reagiert: Beim ersten Mal wechselte ich das Thema und beim zweiten Mal erwiderte ich „Passt scho!“. Ich habe es sonst nicht so mit dem Bayerischen, aber hier trifft es den Punkt tatsächlich ganz gut, denn man bleibt damit sehr vage und im Ungefähren. Und ich bin auch tatsächlich sehr zwiegespalten: Urlaub mit Kindern: Hier kommt mein Fazit.

Entspannung? Jein

Erholt im Sinne von tiefenentspannt und vollem Akku bin ich tatsächlich nicht. Allerdings hatte ich damit auch nicht wirklich gerechnet, denn es ging ja nicht mit Freundinnen ins Wellnesshotel sondern mit der kompletten Familie und 4 Koffern in der Dachbox in eine 600 km entfernte Ferienanlage. Die beiden Kleinen, die sich auch zu Hause ein Zimmer teilen, haben sich einigermaßen verstanden. Das kann man von den beiden Pubertieren allerdings nicht behaupten. Auch sie wohnten im Urlaub zusammen und es flogen ständig die Fetzen. Notiz an mich selbst für den nächsten Urlaub: Die Beiden daheim lassen oder zumindest nicht mehr zusammenstecken.

Einmal haben wir einen Tagesausflug auf eine idyllisch gelegene Insel unternommen. Notiz an mich selbst: Kurzausflüge sind mit unseren Kindern okay, längere Ausflüge nicht („Ich kann nicht mehr, wann sind wir endlich da!“, „Mich hat eine Killermücke gestochen!“, „Ich habe Hunger, wann sind wir wieder auf dem Schiff!“ „Mamaaaa, Der hat mich gehauen!“). Die dritte Notiz betrifft die Fahrzeit. Zurück nach Deutschland haben wir satte 9 Stunden gebraucht. Zu anstrengend, fanden wir. Learning daraus: In zwei Etappen fahren und eine Übernachtung einplanen oder ein Urlaubsziel raussuchen, dass weniger weit entfernt ist.

Glücksmomente – meine Liste

So, genug gejammert. Ich liste ab jetzt lieber auf, was richtig gut war:

  • Essen im Restaurant mit Meeresblick
  • Spaziergänge am Strand
  • die Sonnenuntergänge
  • Wir hatten die Gelegenheit, meinen Bruder und seine Familie häufig zu sehen (sie waren zeitgleich mit uns in der gleichen Ferienanlage)
  • der Kleinste weiß jetzt, dass die Welt nicht hinter München zu Ende ist (an seinen letzten Urlaub – vor Corona – konnte er sich nicht mehr erinnern)
  • der Tapetenwechsel
  • Digital Detox (dieser Punkt gilt zumindest für mich – ich habe eine Auszeit vom Smartphone genommen, die ich als äußerst wohltuend empfand)
  • Zeit für Yoga (hatte ich mir fest vorgenommen und habe ich auch geschafft)
  • Zeit zum Lesen (1,5 von 3 mitgenommenen Büchern habe ich geschafft)
  • meine Kinder würden wohl noch den nahegelegenen Pool ergänzen. Hier haben sie jede Menge Zeit verbracht.

Somit ist die Pro-Liste deutlich länger als die Kontra-Aufzählung. Tut gut, das selbst zu lesen ;-).

Mutter von Vieren und brennt als solche für Familienthemen, schreibt gern, arbeitet im Online-Marketing, ist Multitasking-geübt, mag Sci-Fi, hasst Rosenkohl, ist beim FamilienHaus Unterföhring e.V. für den Bereich Presse zuständig, aufgewachsen in Nordhessen, beheimatet im schönen Unterföhring in Bayern.

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